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Öko
Design - oder Umweltkollaps
WEGE
AUS DER SCHADSTOFF - FALLE; ÖKOLOGISCH WIRTSCHAFTEN GESÜNDER LEBEN MIT
NATURKLEIDUNG UND ÖKOKULTUR.
Warum
Öko-Design? Design, das neue Schlagwort, heißt Gestaltung. Produktgestaltung
zur Bedürfnisbefriedigung des Homo Sapiens, der Krone - der (letzte) Aus-
Überwuchs der Evolution.
Um die Bedürfnisse des Menschen richtig verstehen und beurteilen zu können,
sind neben etwas gesundem Menschenverstand, die neuen Erkenntnisse der
Evolution, Biologie, Anthropologie, Psychologie und Ökologie sicherlich
hilfreich.
Um neue, bessere Wege aus der Schadstoff - Falle zu finden, die ökologische
Wende voranzubringen, müssen wir zuerst wissen wer wir sind und wo wir
herkommen. So ist die Entstehung des Menschen und somit seine Organfunktion
und die schon vor 100.000en von Jahren festgelegte Psyche und Sozialrolle
des Menschen von großer Bedeutung. Darwin, Jung, Freud, Lorenz, Kükelhaus,
Ardrey und Marvin Harris haben sich hier besonders hervorgetan, können
wichtige Diskussionspartner abgeben. (Anhang)
Die Bedürfnisse: Sicherheit - Geborgenheit, Anerkennung - Geltung (Liebe)
Gesundheit - Wohlbehagen und Freude - Lebensmut, haben sich in der Evolution
als Basis, als Motor für das Weiterleben erwiesen.
Ohne diese Voraussetzungen aus denen sich die uns beherrschenden Triebe
wie Nachahmungstrieb, Gewohnheitstrieb, Geltungstrieb, Mitleid entwickelt
haben, würden die Menschen nur noch dahin vegetieren, dann streiten und
sich gegenseitig umbringen.
Das Design, die Produktgestaltung ist nun die materielle Art, über Produkte
oder auch über Hilfsmittel wie Medien, Sport, Musik etc. unsere Bedürfnisse
zu befriedigen.
Symbole und Riten spielen hier eine wichtige (und gefährliche) Koordinierungsrolle
(Faschismus - Fundamentalismus), die auch bis weit in den Massenkonsum
(Marken) wirken, um den Geltungstrieb (gesellschaftliche Anpassung) zu
befriedigen. Im Streben nach immer mehr materiellen Gütern zur Bedürfnisbefriedigung
(Anerkennung durch Konsum) wurden und werden im Wettbewerb kurzfristigen
Erfolgen zuliebe immer mehr Risiken akzeptiert, unsere Lebensweise immer
giftiger, die Zukunft bedenklicher, der Mensch kränker.
Die evolutionsbedingten Triebe wie der Nachahmungs-, Gewohnheits- und
Geltungstrieb verhinderten in den letzten Jahrzehnten die, wohl rational
als notwendig anerkannte ökologische Wende, ohne die ein Überleben der
Menschheit schlichtweg nicht möglich ist.
Die große Leere, deren weltweite Kennzeichen Gewalt, Kriminalität
und Drogen sind, kann durch den Fetisch Konsum nicht überwunden, sondern
höchstens noch verstärkt werden... Jetzt verbreiten sich die religiös
aufgehetzten Fundamentalisten und Terroristen auch bei uns, wie in Afrika
und auf dem Balkan. Doch selbst dieses Elend verblaßt vor den Fakten,
die uns alle, Reiche wie Arme, bedrohen: Die anscheinend unaufhaltsame
Verseuchung der Erdoberfläche und die Zerstörung der Ozonschicht. Würde
uns eine höhere Instanz fragen was habt ihr dagegen getan, müßten wir
antworten: Nichts. Nichts jedenfalls, was ins Gewicht fiele. Wir hatten
keine Zeit, wir waren mit unserem Geld beschäftigt... "Die Zeit läuft
ab. Wir leben auf einem kleinen Planeten, den zu zerstören wir offenbar
wild entschlossen sind"
(H. Jaenicke/Stern)
Immer mehr der tödlichen Gifte, die bei der Produktion der Konsum- (Wegwerf-)
Güter anfallen, belasten unsere Lebensgrundlagen und schädigen die Atmosphäre
(Ozonloch). Da sich die Substanzen nicht, oder nicht rechtzeitig, abbauen
wie die Schadstoffe der Atomwirtschaft oder Chlorchemie führen sie zu
MCS (Multiple Chemical Syndrome), dem neuen umweltbedingten Krankheitsbild,
das über Allergien, Krebs, Mißbildungen, Unfruchtbarkeit früher oder später
zum Exitus führen muß.
Trotz aller Vertuschungs- und Beschönigungsversuche seitens der Verantwortlichen
und der Regierung, stellen Wissenschaftler kühl fest: "Unsere Prognosen
im Club of Rome haben sich in den wichtigen, für uns tödlichen Bereichen,
eher noch verschärft (Pestel, Die Zeit - 98)." Englische Toxikologen und
die Amerikaner Colburn, Dumanoski, Myers stellen in ihrer neuen Studie
(98) fest, daß die aus dem MCS Syndrom entstehende Unfruchtbarkeit extrem
zunimmt und eine tödliche Gefahr für die Menschheit im kommenden Jahrtausend
wird. Die WHO beklagt einen weltweit festzustellenden Rückgang der Lebenserwartung.
(SK 99)
- McDonough
(Berkeley) und Braungart (Chemiker, Uni Hamburg) stellen eine Zunahme
der menschlichen Unfruchtbarkeit z.Zt. um jährlich ca. 1% fest.
- In Industriezentren
(Silicon Valley) und Abgasbereichen der Müllverbrennungsanlagen (Zementwerken,
Giessereien) ist die Unfruchtbarkeit auch beim Mann schon auf beinahe
30 % angewachsen (Deutschlandfunk).
Auf der internationalen Europa Designerkonferenz (98) in Potsdam stellen
Industriedesigner und Universitätsprofessoren fest:
- "Unser
Design vergiftet die Welt - so können wir nicht mehr weiterproduzieren".
(Prof. Erlhoff, Köln)
- "Es
müssen im Design Überlebensstrategien entwikkelt werden". (Prof.
Brown, Brighton)
- "Wir
brauchen das Öko-Auto, ohne Giftrecycling". (Tomforde, Daimler Benz)
· "Die Zukunftsbilder werden objektiv immer lebensbedrohender".
(Prof. Funke, Potsdam)
- "Durch
die Unzahl chemischer Substanzen, die sich oft gegenseitig potenzieren
ist eine hochbrisante, letztendlich tödliche Gefahr weltweit für die
Menschheit entstanden, die nur über ökologisches Design zu entschärfen
ist. Durch Recyclingprodukte gelangen immer mehr und giftigere Produkte
in Umlauf, so daß durch den Abrieb der Schuhsohlen und andere giftige
Ausdünstungen (Kleider und Kunststoffgegenstände) z.B. die Luft in Fußgängerzonen
und Kaufhäusern, ca. 8 mal giftiger ist als die Luft an stark befahrenen
Straßen". (Prof. Braungart, Chemiker)
Auch
in Deutschland weisen Toxikologen wie Wassermann, Daunderer und das Katalyse
Institut schon seit Jahrzehnten auf die steigende Belastung mit Schadstoffen
hin.
So ist die Belastung durch giftige Substanzen in Textilien und in der
Kleidung immer größer geworden. Es sind ca. 7000 chem. Substanzen, wovon
nur 20% untersucht, aber 600 als krebserregende eingestuft wurden.
Da diese Gifte auch über die Haut in den Körper (Blutkreislauf) aufgenommen
werden können, entstehen oft völlig atypische Krankheitsbilder. Auch durch
Einatmen (Ausdünstung) und beim Bügeln besteht Gefahr.
Außerdem sprechen Daunderer, Pollmer u.a. (unwidersprochen) von einem
"unverantwortlichen Entsorgungsprogramm der chem. Industrie, die ihre
hochbrisanten Schadstoffabfälle in Farben und Ausrüstungschemikalien mischen
und lieber an die Textilfärber verkaufen statt teuer zu entsorgen".
Prof. Daunderer: Der Einsatz von Farbe und Chemie in der Kleidung wird
immer öfter als verbrecherischer Versuch am lebenden Objekt gewertet.
Kinder leiden unschuldig für die Eitelkeit und Einfalt ihrer Eltern.
Die Textilindustrie ist mit ca. 10% am Gesamtabfall (Prof. Wöhler, Hannover)
eine der größten und mit 63% der Schadstoffabfälle (Regierungspräsidium)
bei der Konsumgüterindustrie der mit Abstand größte Umweltverschmutzer.
Auch das Label der Textilindustrie ist reine Verbrauchertäuschung: das
Zeichen "Öko-Tex Standard 100" garantiert keinen Verbraucherschutz. Das
Zeichen stellt lediglich eine Selbstverpflichtung der Hersteller dar,
bei 0,2% der ca. 600 krebserregenden Substanzen, Grenzwerte (?) einzuhalten.
Es besteht keine Kontrolle, und besonders giftige Substanzen, wie u.a.
Dioxine, werden nicht einmal erwähnt. (Verbraucherzentrale Hamburg)
hingegen fordert
und praktiziert: Volldeklaration aller verwendeten Substanzen!
Seit 100.000 Jahren war die Bedürfnisbefriedigung durch ÖKO-Design selbstverständlich.
Erst seit ein paar Jahrzehnten, seit Aufbau der Atom- und Chlorchemie,
entwickelt sich die Produktgestaltung zur tödlichen Gefahr, der wir aber
u.U. nicht weiterhin hilflos ausgeliefert zu sein bräuchten.
So berichten McDonough (Berkely) und Braungart (Uni-Hamburg) von Gerichtsprozessen
in den USA, bei denen Firmen wie u.a. die Firma Nike wegen ihrer schadstoffbelasteten
Kleidung und Schuhe angeklagt sind und riesigen Schadenersatzforderungen
gegenüberstehen. Die Aktien dieser Firmen befinden sich im freien Fall.
So könnten über eine Prozeßlawine (Rechtsgrundlage Grundgesetz § 2/2 und
Völkerrecht) verantwortungsbewußter, mutiger Bürger, Anwälte und Richter,
wir und die Verantwortlichen über den allmächtigen Geldbeutel zur Vernunft,
d.h. zum ÖKO-Design gebracht werden.
Es liegt also auch an uns die Bedürfnisse nach Sicherheit, Geborgenheit,
Gesundheit, Anerkennung, Wohlbehagen und Freude anzufordern, einzuklagen
und durch unser Kaufverhalten eine ökologische Wende vorzubereiten:
- Ernährung:
Stoffwechselgerechte Urnahrung, Delikatessen vom Steinzeitbuffet
- Wohnung:
Gesicherte Geborgenheit in gesunden Naturstoffen, ökologische Pflege-
und Waschmittel
- Ökokultur:
Lernen mit Spiel und Spaß!
- Kleidung:
Wohlbefinden (wichtig für Hormonproduktion) durch organgerechte naturbelassene
Naturfaserkleidung. Zur Transporteinsparung vor Ort, möglichst aus Rohstoffen
der Region und mit regenerativer Energie umweltfreundlich hergestellt.
Ohne Chlorchemie oder sonstige schädliche Substanzen - ohne Schadstoffabfall.
In den wunderschönen Farben des natürlichen Faserstoffes, wie sie von
Mütterchen Natur in Millionen Jahren Forschungsarbeit auch für den Menschen
entwickelt wurden. Bunte (grelle) Farben wurden dabei als ungeeignet
eliminiert. Vielleicht zu Gunsten des Gesichtes und der Mimik. So hat
sich gezeigt, daß bunte (Kinder-) Kleidung zur Hyperaktivität und psychischen
Belastung beiträgt - während die Menschen in Naturfarben besser und
gesünder aussehen. (Dr. Veltin) Ökofashion - Design, das die natürliche
Schönheit der Frau (und Mann?) auch sichtbar macht: Sicherlich nicht
zum Nachteil der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse nach Anerkennung
Bewunderung, Gesundheit und Wohlbefinden.
beweist, daß es ohne Schadstoffe besser geht.
"Umweltschutz
und Ökokultur ist einfach eine Sache des Charakters".
Peter Kafka (Max Planck Institut)
...
und wird bei der Kleidung durch gutes, gesundes Aussehen und Wohlbefinden
belohnt
Wilhelm
Dietz 
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