informiert zum Thema Fuß-
und Hautpilz
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Das verpilzte Volk Unter den Deutschen breitet sich eine aggressive Form von Fußpilz aus: Bei jedem Fünften jucken und bluten bisweilen die Sohlen. Kaum einer weiß, wie man sich schützen kann. Viele Ärzte tun sich noch immer schwer mit der Behandlung des Leidens. Wer fest entschlossen ist, sein Leben ohne Fußpilz zu fristen, der muss sich Folgendes einbläuen: Zu meiden sind Sprungbretter, Saunen und Moscheen. Gefahr droht von Soldaten, Bergleuten und Skifahrern. Und das Wichtigste ist: Finger und Füße weg von Fußdesinfektionsanlagen. ... Pro Schritt verlieren Verpilzte circa 50 Hautschuppen, jede einzelne ist infektiös. Fußdesinfektionsmittel können ihnen wenig anhaben.... Zudem sind die Präparate gesundheitlich bedenklich. Die meisten Sprays enthalten Aldehyde Stoffe, die stark allergieauslösend wirken können und darum tunlichst vermieden werden sollten. Daschner: "Aldehyde auf die Haut zu bringen ist ein Kunstfehler." Noch schlimmer sind die Fußdesinfektionsbecken, durch die Badegäste oder ganze Fabrik-Belegschaften nach Schichtende waten müssen. Bei einer Epidemie auf Sizilien konnte das Fußdesinfektionsbecken in einer Reifenfabrik als Dreh- und Angelpunkt der Seuche ausgemacht werden. ... Sicher ist, dass kaum ein Ort sicher ist. Der Fußpilz nistet überall in den Teppichböden der Hotelzimmer, auf dem Holz der Saunabank und in der Umkleidekabine vom Sportverein. Bis zu 1500 infizierte Hautfragmente wurden pro Quadratmeter Sauna oder Schwimmbad gefunden. Wahrscheinlich gibt es in ganz Deutschland nicht einen einzigen sauberen Pool. ... Das Geheimnis der Gesunden besteht daher darin, zu jedem Zeitpunkt für trockene Füße zu sorgen. Wer sich die Füße gut trocken reibt, vor allem die Flächen zwischen den Zehen, der kann damit verhindern, dass sich Pilze ansiedeln. Trockene Füße sind auch das Wichtigste für die latent Infizierten. Ihnen klebt der Fußpilz-Keim am Fuß, doch der Pilz ist nicht im Stande, sich richtig zu entwickeln. Erst bei feuchter, aufgeweichter Haut kann er eindringen, sich einnisten und aufblühen. ... So unbezwingbar der Pilz erscheint in Wahrheit lebt er auf schmalem Grad. Zum Glück für den Menschen ist er sehr temperaturempfindlich: Ab 35 Grad Celsius wächst er nicht mehr. Wer von Natur aus eine gut durchblutete, warme Haut hat, ist gegen Fußpilz gefeit. ... Besonders betroffen sind auch Fußballspieler. Sie ziehen sich oft kleine Wunden am Fuß zu, durch die der Pilz dann von der Sohle bis unter den Nagel kriecht. Pilze haben sogar Einfluss darauf, wer Champion wird: Mit dicken, verpilzten Fußnägeln können Spieler weder gut laufen noch siegen. Der Kampf gegen den Pilz ist daher ebenso wichtig wie das Training selbst. ... Gläubige Muslime können dem Pilz kaum entgehen. Vor dem Betreten der Moschee waschen sie sich mit den übrigen Gläubigen die Füße. Barfuß laufen sie dann in das Gotteshaus und hocken sich auf einen viel benutzten Gebetsteppich. Seine Fasern strotzten im Laufe der Zeit vor infektiösen Hautschuppen und Pilzsporen. Einer neueren südafrikanischen Studie zufolge sind 85 Prozent aller Moschee-Besucher in Durban infiziert. Wen sich der Fußpilz einmal ausgesucht hat, den verlässt er so leicht nicht mehr. Hartnäckig wird er vor allem, wenn er die Nägel besiedelt hat. ... Manche Ärzte tun sich zudem schwer in der Diagnose des eigentlich alltäglichen Fußpilzes, weil sie zu sehr ihrem routinierten Ärzteblick vertrauen, sich aber scheuen, infizierte Haut unter dem Mikroskop zu betrachten. So hat sich ein 45-jähriger Berliner 15 Jahre lang behandeln lassen gegen die Schuppenflechte, die große Teile seiner Haut befallen hatte. Alle Therapien schlugen fehl. Das war nicht weiter verblüffend. Der Mann hat niemals Schuppenflechte gehabt. Er litt an "Tinea corporis generalisata" Fußpilz am gesamten Leib. MARCO EVERS (Auszüge aus dem SPIEGEL) Wissenschaftler und Ärtzte empfehlen als Heilung und Vorbeugung Trockene, warme Füße - Natursocken aus unbehandelter ungefärbter Naturfaser wie Wolle, Seide, Leinen und Baumwolle. Außerdem tötet Essigwasser (Säure) Hautpilz (Kursbuch Gesundheit). Unsere Empfehlung: Naturfaser naturbelassen - kleidet besser: ist also schöner, gesünder, angenehmer und somit auch der beste Schutz gegen Haut- und Fußpilz. Essig ins Waschwasser macht die Fasern seiden-weich und schützt zusätzlich. |